Bildungsfestival Essen 2018

Ein großes Haus.

Balkone voll Pflanzen, Kunst und losen Rohren.

Drei Erfahrungsfelder: Nachhaltigkeit, Diversität und Persönlichkeitsentwicklung. Ein viertägiger Erfahrungsraum. Vier Keynote Speeches – kurze 15 Min.-Vorträge. Fünf ausgesprochen kreativ gestaltete Stockwerke.

Zwanzig Projektgruppen finden in dieser Zeit statt. Einhundertdreißig Schülerinnen und Schüler bespielen diese Räume. Fast ebenso viele junge, motivierte Erwachsene, von TeachFirst, Lehrerinnen und Referendare begleiten das Event.

Und mittendrin EDEN. Mit einer Keynote Speech. Zwei Workshops. Drei Menschen. Und sehr viel Energie!

Nach einer reibungslosen Fahrt sind wir Freitag angekommen und fanden ein schönes kleines AirBnB – Apartment vor, das für uns hergerichtet war. Noch ein paar letzte Vorbereitungen und tiefe Gespräche, dann ging es ins Bett – in freudiger Spannung auf den morgigen Tag.

Am nächsten Tag: Das Unperfekthaus – ein bunter, einladender Ort der Begegnung, Kreativität und Offenheit, perfekt für ein Event wie dieses. Überall war bereits reges Treiben, ein herrliches Buffet und viele strahlende Augen. Wo immer wir uns hinsetzten in diesen Tagen wurden wir in Gespräche verwickelt, die getragen wurden von Fragen und Ideen, Gefühl, Begeisterung, Authentizität, Begegnung und gegenseitiger Inspiration.

Hier begegneten sich Chaos und Klarheit, Diversität und Einheit, Inspiration, Neugier und Forscherdrang, sowie ein Geist des neuen Mutes, der sich durch Schüler*innen wie Veranstalter*innen zog.

Am Samstag gestaltete EDEN. zwei Workshops á 105 min:

„Wem Gehört Die Welt?“ von Dawid Ratajczak, in dem anhand eines einfachen Spiels sichtbar und fühlbar gemacht wurde, wie sich der heutige Verbrauch unserer Ressourcen direkt auf die nächste Generation auswirkt. Das Thema der Generationengerechtigkeit wurde in den Fokus gerückt und Jahrhunderte wurden durchgespielt. Wie kann eine Generation, mit ihren aktuellen Zielen und Bedürfnissen, so handeln, dass die nächste Generation daran keinen Schaden nimmt? Eine der großen Fragen unserer Zeit wurde spielerisch und tiefgreifend betrachtet.

„Grow Strong – Inneres Parlament und SEIN“ von Zoë Bohlmann wirft einen Blick auf die Fragen: Was spricht in mir? Was fühlt in mit? Wofür bin ich hier? In diesem Auszug des achtstündigen Seminares wurde das innere Team beleuchtet und reflektiert, welche Stimmen laut und welche leise sind. Kurz wurde auch auf die Grundgefühle eingegangen: Wut, Trauer, Angst und Freude, ihren Nutzen und ihre Kraft. Und schließlich wurde der Raum betrachtet, in dem das alles stattfindet, das große ICH, das SEIN, rein gespürt und gefühlt, wofür bin ich auf dieser Welt?

Das Feedback zu den Seminaren war großartig: „Mehr Experimente zu Wahrnehmung“, „Weiter So!“, „Das war alles sehr spannend!“.

Die Keynote Speech „Persönlichkeit“ von Gereon Ingendaay am Sonntag war die abschließende Zusammenfassung, die Quintessenz dessen, weshalb wir von EDEN. hier sind: Um zu inspirieren und einzuladen, um Mut zu machen, sich auf den Weg zu begeben und sich zu fragen, wo will ich hin, was interessiert mich, was sind meine Stärken? Die zentrale Frage der Keynote Speech war: Wer bin ich?

Aus eigener Erfahrung sprach er über seine persönliche Berufungsfindung und stellte einen präzisen Zusammenhang zu den gesellschaftlichen Entwicklungen her.

Am Ende konnte jeder Menschen im Raum fühlen, dass es nie wichtiger war als heute, in einer sich rasant entwickelnden und sich verändernden Gegenwart, den eigenen Wesenskern zu entdecken und sich für eine neue Kultur des Miteinanders einzusetzen: ENTDECKE DEINE EIGENE NATUR.!

Das Bildungsfestival war für uns ein wundervoller Ort der Selbsterfahrung und Vernetzung.

Es gab viele freudvolle Begegnungen und Aussichten auf zukünftige Kooperationen. Wir sind als Team wieder mal ein bisschen mehr zusammengerückt, und durften uns noch tiefer kennenlernen und miteinander wachsen. Dankbar und erfüllt blicken wir auf diese drei Tage zurück und freuen uns auf die nächsten Herausforderungen.

Von Herzen,

Dawid Ratajczak, Gereon Ingendaay, Zoë Bohlmann

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